Komposition und Arrangement (Auswahl)

"Sarg niemals nie" - Musical

UA 2013/2015 an der Neuköllner Oper Berlin / Bar jeder Vernunft Berlin
Idee, Entwicklung & Regie: Dominik Wagner & Jörn-Felix Alt
Musik: Christoph Reuter & Cristin Claas, Arrangements: Christoph Reuter
Text: Dominik Wagner, Choreographie: Jörn-Felix Alt

Ein Musical zum Totlachen
Bitter, böse, schwarz. Mit anderen Worten: zum Schreien! Unter Direktive von Dominik Wagner, Co-Autor und puppenlustige Hälfte des Klassik-macht-manchmal-auch-Spaß-Duos Ass-Dur, wird hier eingesargt nach Noten. Die Handlung ist unterirdisch und durchpulst von sterbensfroher Musik: Asche zu Asche — ein bankrottes Beerdigungsunternehmen pusht sich durch eine moralisch fragwürdige Idee wieder in die Gewinnzone: Sie mischen die Asche von Verstorbenen in Tabak und verkaufen diesen explosiven Mix als Underground-Droge: Herrn Schmitt als Shit. Das funktioniert solange bis die Polizei den Spielverderber gibt. Und mittendrin eine zauberhafte Liebesgeschichte… Ein sargenhaftes Musical für alle Hinterbliebenen!

“The Beggear's Opera / Polly" - Oper

UA am 22.2.14 im Anhaltischen Theater Dessau
Regie: Andre Bücker, Text: Andreas Hillger Musik: Ch. Pepusch, Christoph Reuter und Cristin Claas, Arrangements: Christoph Reuter
John Gays „Beggar’s Opera“ war bei seiner Uraufführung 1728 so erfolgreich, dass das Ensemble des Lincoln‘s Inn Fields Theatre damit sogar die Opern-Compagnie von Georg Friedrich Händel in die Knie zwang. Dabei hatte sich der Komponist Johann Christoph Pepusch vor allem populäre Musikstücke im sogenannten „Parodieverfahren“ angeeignet, das exakt zwei Jahrhunderte später auch Bertolt Brecht und Kurt Weill bemühten, um aus „Des Bettlers Oper“ eines der erfolgreichsten Musiktheater-Stücke des 20. Jahrhunderts zu machen: „Die Dreigroschenoper“. Zum Dessauer Kurt-Weill-Fest 2014 wird das Anhaltische Theater nun das Original zusammen mit der ein Jahr später geschriebenen und bereits vor der Uraufführung vom britischen Premierminister verbotenen Fortsetzung „Polly“ auf die Bühne bringen. Dass sich ein hochrangiger Politiker des 18. Jahrhunderts genötigt sah, diesen Akt der Zensur vorzunehmen, deutet übrigens auf die Tagesaktualität des Stoffes hin. Dass die „Beggar’s Opera“ davon bis heute nichts eingebüßt hat – oder dass die Zeiten erneut nach einem künstlerischen Kommentar aus der Perspektive des Bettlers schreien – wird die Inszenierung des Dessauer Generalintendanten André Bücker zeigen. Zugleich werden dabei die Bezüge deutlich, die Brecht und Weill auch zu „Polly“ genommen haben, die in der Südsee unter Indianern und Piraten spielt. Denn warum singt der Captain Macheath in der „Dreigroschenoper“ von den Zähnen des Haifischs, während sich seine Braut Polly in die Rolle der „Seeräuber-Jenny“ träumt?

"Nicht tot zu kriegen. Ein Siegfriedlied" - Musiktheater (Jugendprojekt)

UA 1.11.2013 im Bauhaus Dessau
Regie: Veit Güssow, Text: Katharina Schlender, Musik Christoph Reuter und Cristin Claas, Arrangements: Christoph Reuter
Richard Wagners Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ gehört zu den bekanntesten Werken der Musikgeschichte. „Siegfried“, der zweite Teil der Tetralogie, ist ein Werk des Übergangs, der Veränderung. Es ist aber zugleich auch ein Stück der Verbindung: Hier verknüpfen sich die nordischen Göttergeschichten mit dem germanischen Nibelungenlied. Erzählt wird von einem Helden, in den unterschiedlichste, widerstreitende Hoffnungen gelegt sind. Die Geschichte vom jugendlichen Helden, „der auszog, das Fürchten zu lernen“ hat aber auch heute nichts von ihrem Reiz verloren. Nach wie vor gehört die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt zu den spannendsten Herausforderungen im Leben von Jugendlichen. „NICHT TOT ZU KRIEGEN. Ein Siegfriedlied“ ist das Jugendprojekt 2013 des IMPULS-Festivals. Aus Anlass des 200. Geburtstages von Richard Wagner wurde gemeinsam mit 20 Jugendlichen ein neues Stück über das Erwachsenwerden entwickelt, das Wagners Mythos in die Gegenwart holt. Entstanden ist dabei eine aufregende Reise durch reale und fantastische Welten, die zugleich eine Suche nach Identität ist, nach Glaube, Liebe, Hoffnung und aktuellen Utopien.

"Oskar und die Groschenbande" - Kinderoper

UA 2012 im Anhaltischen Theater Dessau
Regie: Silke Wallstein, Text: Andreas Hillger, Musik: Christoph Reuter und Cristin Claas, Arrangements: Christoph Reuter
„Oskar und die Groschenbande“ erzählt die Geschichte des kleinen Jungen, Oskar, der sich in die 1920er Jahre träumt, wo er sich einer Bande von Waisen und Obdachlosen anschließt, die als Kleinkriminelle von einem Verbrecher auf Diebestour geschickt wird. Eine Geschichte voller Abenteuer und spannender Erlebnisse entspinnt sich. Mit Hilfe von Oskar schafft es die Gruppe sich aus der Abhängigkeit des Verbrechers zu lösen und diesen an die Polizei auszuliefern. Die Handlung verarbeitet Elemente der „Bettleroper“ von John Gay, die Bertolt Brecht und Kurt Weill als Vorlage für ihren Sensationserfolg der „Dreigroschenoper“ diente. Die Musik von Christoph Reuter ist für großes Streichorchester, Bläser und Schlagzeug im Grenzbereich zwischen Jazz, Tango, Chanson und Musik der 1920er Jahre, aber mit Einflüssen aus der heutigen musikalischen Welt.
Eine Oper für Kinder von Kindern. Ca. 50 Kinder und Jugendliche agieren hier auf der Bühne wie auch im Orchester und stellen gemeinsam mit Erwachsenen die Geschichte von Oskar dar.

"Violinkonzert No. 1" - Konzert für Kammerorchester und Violine

UA 16.3.14 im Kloster Drübeck
UA mit dem Kammerorchester Wernigerode unter Leitung von Christian Fitzner. Der Solist war Thomas Panhofer.
Die Volksstimme schreibt unter dem Titel „Virtuose Überraschungen in Drübeck“:
„…Sein fünfsätziges Violinkonzert zeigt in den Satzbezeichnungen klassische Formenstrenge – mit Andante, Menuett, Largo, Allegro und Vivace. Aber Reuter wäre nicht Reuter, füllte er diese Sätze nicht mit spannender Musik. Nicht atonal, sondern für die Hörer mit Vergnügen zugänglich. Mit dem Jazzpianisten und Percussionisten Reuter am Piano und mit der Darbuka – einer türkischen Trommel, gefunden als Instrument auf einer Reise nach Istanbul. Ganz außergewöhnliche Klänge in einem Violinkonzert!
Nach einer kurzen Introduktion des Orchesters schwebt ein intensiver Violinton durch den Raum – dann betritt der Solist das Podium. Mit einer virtuosen Kadenz beschließt er das Andante… Es sind lange, intensive Soli mit temperamentvollen Steigerungen; eingeschlossen in blühenden Orchesterklang. Mit ihrem Temperament erinnert die Komposition ein wenig an den spanischen Teufelsgeiger Sarasate.
Zum Schluss gibt es nach sechs Minuten Zuhörer-Jubel als Zugabe eine Wiederholung aus dem fünften Satz. Diesmal trommelt und klopft der Percussionist Reuter als Dank an das Orchester den Rhythmus auf dessen Notenpulten. Wiederum stürmischer Applaus. Ein wunderschöner Uraufführungs-Erfolg für alle Beteiligten!“

"Klavierkonzert Nr. 3" - Konzert für Orchester und Klavier

UA 28.1.2012 im Kloster Drübeck
Werk für Kammerorchester und Klavier von Christoph Reuter
Auftragskomposition vom Kammerorchester Wernigerode.
Uraufführung mit dem Kammerorchester Wernigerode unter Leitung von Christian Fitzner. Solist: Christoph Reuter

Die Volksstimme schrieb 2012:
„…Dann eine Uraufführung – der absolute Höhepunkt des Konzerts! Der 34-jährige Berliner Komponist und Jazzpianist Christoph Reuter interpretierte selbst sein Klavierkonzert Nr. 3. Christian Fitzner rückte dem Meister der Tasten den Hocker zurecht – und dann begann ein zauberhaftes, höchst virtuoses Feuerwerk in vier Sätzen. Der schlaksige Reuter hörte in sich hinein und zelebrierte seine Musik. Er spielte mit allem, was er hatte: mit dem Flügel, mit dem Echo der Orchestersolisten, mit dem Publikum. Er verführte die Flöte, die Trompete und das Fagott zu expressiven Ausbrüchen und tonalen Erkundungen. Er zerriss und zerknüllte seine Noten und entlockte dem Vorgang Rhythmus und Geräusch. Aus Kakaphonien entstand Ordnung. Es war ein wundervoller, gefühliger Spaziergang durch die Gefühle.
Nach Reuters Vortrag mit dem Kammerorchester brach ein Beifallssturm mit Hochrufen los. Sechs Minuten Applaus. Der Komponist gab eine Zugabe – die Wiederholung des Adagio-Satzes, ein Ausflug in die Zeit der Romantik wie der Eleganz des Jazz. Noch einmal langer Beifall. So aufregend kann moderne Musik sein – mit Christoph Reuter…“

"Klavierkonzert Nr. 2" - Konzert für Sinfonieorchester und Klavier

UA 9.6.2011 im Anhaltischen Theater Dessau
Auftragswerk vom Anhaltischen Theater Dessau.

Uraufführung mit der Anhaltischen Philharmonie Dessau unter der Leitung von Russell Harris. Solist: Christoph Reuter

"Himmelsscheibe" - Werk für 4 Kontrabässe und Klavier

UA 2010
Konzertstück für 4 Kontrabässe und Klavier von Christoph Reuter.
Auftragswerk vom Impuls Festival für neue Musik

Die Himmelsscheibe wurde mit vier Kontrabässen und einem Klavier in eine hörbare Dimension hinzugefügt. »Christoph Reuters Uraufführung mit vier Kontrabässen und sich selbst als Solist am Flügel war dann auch so vielfältig, wie das Festival es sich vornimmt: jazzig im Klavier, ohne Popzitate zu scheuen, ruppig-drängend in den Kontrabässen, voller witziger Spieltechniken.« Die Volksstimme schrieb: „Mal über die Melodik, mal über den Rhythmus und die Percussion auf dem Bass; mal meditativ. Mal verstörend treibend, dann wieder lieblich. Oder frei improvisiert und motorisch. Es war eine betörend schöne Musik… Viel Beifall für diese Uraufführung…“

"Tanz des Zyklopen" - Werk für 5 Schlagzeuger und Klavier

UA 2009
Werk für 5 Schlagzeuger und Klavier von Christoph Reuter
Auftragswerk vom Impuls Festival für neue Musik

Die Magdeburger Volksstimme schrieb über die Komposition: „…Mitreißend und wirklich sehr bildhaft auch der abschließende „Tanz des Zyklopen“ von Christoph Reuter. Der Komponist spielte das Klavier und gestaltete mit seinen Percussionkollegen sehr eindrucksvoll die Wildheit des Polyphem, seine Blendung und die Rettung des listenreichen Odysseus. Elemente von Clapping Music und Jazz begeisterten das vorwiegend jugendliche Publikum besonders…“

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